Rumänien 2015 – Offroad im Apuseni

Am fünften Urlaubstag sind wir endlich in Rumänien angekommen. Für unser erstes Basecamp sind wir der Empfehlung im MDMOT Roadbook gefolgt und haben uns bei Camping Danut in Garda de Sus einquartiert. Mein nagelneues Garmin Montana 600 ist mit der OSM Freizeitkarte und den Routen aus dem MDMOT Apuseni-Roadbook gefüttert. – Fünf bis sechs Tage Offroad-Touren liegen vor uns und wir sind mehr als bereit für unser erstes Offroad-Abenteuer in Rumänien…
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Camping in Bourscheid, Luxemburg

Den Brückentag nach Christi Himmelfahrt hatten wir beide frei und uns zum Ziel gesetzt von Freitag auf Sonntag beim Campen zu entspannen. Da wir schon länger einmal nach Luxemburg wollten und das Land auf unserer Scratch Map noch nicht frei gerubbelt war, war die Entscheidung schnell gefallen.

Die Google-Suche nach „Naturcamping Luxemburg“ brachte mich schnell auf die Homepage vom Camping du Moulin in Bourscheid. Dort hin haben wir uns am Freitag dann auch auf den Weg gemacht. Camping in Bourscheid, Luxemburg weiterlesen

Camping Noorder Sandt, Julianadorp

Über Ostern haben wir uns für fünf Nächte auf den Weg nach Holland gemacht. Da unsere Freunde Martin und Natalie schon öfters in Julianadorp und von der Gegend sehr begeistert waren, haben wir uns für den Campingplatz ‚t Noorder Sandt entschieden. Camping Noorder Sandt, Julianadorp weiterlesen

Mobilheim-Camping in den Ardennen

Der Französische Mobilheim-Vermieter HOMAIR hat mich dazu eingeladen einen der 125 HOMAIR-Mobilheimparks auszuprobieren und darüber zu berichten. Bis zu drei Begleitpersonen durfte ich mitbringen um die angebotenen Mobilheime zu testen. – Bezüglich der Begleitpersonen fiel die Wahl auf meine Liebste und zwei gute Freunde. Da wir uns mit dem Gedanken an einen Outdoor- und Aktivurlaub sehr gut anfreunden konnten, haben wir uns – auch wenn deutlich größere und mit mehr Sternen ausgestattete Parks zur Auswahl gestanden hätten – für den Ferienpark Lac des Vieilles Forges in der Nähe von Les Mazures in den Französischen Ardennen entschieden. Die Umgebung erschien für einen Aktivurlaub nämlich am vielversprechendsten… Wandern, ein wenig Trail Running, Besichtigungen und natürlich nach aktiven Tagen im Freien gemeinsam zu Kochen, zu Essen und den Abend ausklingen zu lassen sah unsere Trip-Planung vor. Am letzten Dienstag haben wir uns also auf den Weg in die Ardennen gemacht. Mobilheim-Camping in den Ardennen weiterlesen

Camping in Burgh-Haamstede

Über Fronleichnam zog es uns zusammen mit Freunden nach Holland. – Das schöne Wetter wollte zum Campen ausgenutzt werden und so haben wir uns aufgemacht um ein paar Tage über das verlängerte Wochenende auf einem schönen Campingplatz in der Nähe von Renesse zu verbringen.

Der Campingplatz De Duinhoeve in Burgh-Haamsteede ist schön Nahe zur Touristenstadt Renesse in Zeeland gelegen. Die Preisstruktur passt und die Ausstattung ist super. – Es gibt zum Beispiel überall auf dem Platz verteilt Zapfsäulen für Frischwasser.

Ca. 1,5 km durch ein Naturschutzgebiet benötigt man zum extrem breiten Sandstrand, der sehr beliebt bei Kite-Sportlern ist. – Und auch Martin und Maik hatten ihre Kites dabei, so dass Langeweile am Strand nicht aufkommen musste.

Mit dem Fahrrad ist es nicht weit zum Ortskern von Renesse. Fahrräder kann man in Holland anscheinend an jeder Ecke mieten, so dass eine Busfahrt nicht nötig war. – Macht ja so auch mehr Spaß die Umgebung zu erkunden.

Alles in Allem ein sehr gelungener Kurzurlaub in Holland…

Kroatien 2013 – Tag 8: Oh nein! Schon vorbei…

Sonntag, der letzte Urlaubs- und damit auch der Rückreisetag. Nach einem gemütlichen und leckeren Frühstück – Eipulverpancakes mal wieder – packen wir zusammen und machen uns erstmal auf einen Umweg…

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Wir haben am 01. Dezember 2007 unsere Hochzeit auf der Burg Rabeneck in der Nähe von Waischenfeld gefeiert und dachten uns: „Wo wir schon in der Nähe sind, können wir doch dort noch mal ein bisschen in Erinnerungen schwelgen.“ Gedacht, gesagt, getan.

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Auf der Burg hat sich einiges geändert, aber nach einer halben Stunde haben wir auch mehr oder weniger alles gesehen und machen uns auf den Heimweg. Direkt auf die A3 aufgefahren, stellen wir uns auch schon in einem Stau an. Stop and go für ca. zwei Stunden und der Auslöser war anscheinend ein Stau/Unfall auf der Fahrbahn der Gegenrichtung. :-/

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Die Fahrt zieht sich, es ist heiß und irgendwann hatten wir keine Lust mehr und benötigten eine Örtlichkeit… Ca. 100 km vor Köln fahren wir also auf einen kleinen Rastplatz. Und entdeckten einen Skoda Yeti mit Dachzelt. – Den kennen wir. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einen Bekannten auf einer Raststätte zu treffen? Keine Ahnung… Auf jeden fall kam uns die Pause sehr gelegen und wir konnten uns nach entspannter auf die letzte Etappe begeben.

Um ca. 22:00h treffen wir dann auch wieder zu Hause ein, freuen uns unsere Katzen wieder zu sehen und blicken auf einen tollen Urlaub zurück.

Kroatien 2013 – Tag 6+7: Wolken im Paradies

Freitag morgen, der sechste Urlaubstag… ich werde morgens wach und im Halbschlaf ziehe ich mir den Schlafsack über. – Irgendwie ist es ein bisschen frisch und ein bisschen Wind geht auch. Oh, Wolken!

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Ein paar Minuten später klettere ich aus dem Dachzelt und begutachte erstmal die Wetterlage: Sieht nicht so ansprechend aus. Leider kein Badewetter. Aber egal, erstmal Frühstück holen. Aber so recht will keine Sommerurlaubsstimmung aufkommen. Beim Frühstück beschließen wir geschwind unsere sieben Sachen zu packen und schon einen Tag verfrüht nach Österreich – unserem geplanten Zwischenstopp auf der Rückreise – aufzubrechen und von Samstag auf Sonntag noch einen ungeplanten Zwischenstopp in Bayern einzuschieben.

Um 11:00h haben wir alles im Jeep und sind reisefertig. An der Rezeption verbringen wir eine gefühlte Stunde beim Check-out und machen uns auf den Weg nach Norden. Den angedachten Zwischenstopp in Pula lassen wir mangels Parkplatz ausfallen (oh Mann, was für ein Chaos in der Stadt) und begeben uns auf die Autobahn. Der Verkehr war dichter als auf der Hinfahrt, aber immer noch weit von der deutschen Verkehrsdichte entfernt. – Dennoch geraten wir ca. 5-10 km vor der Grenze nach Slowenien in einen heftigen Stau.

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Ich persönlich habe gar keine Lust mich darauf einzulassen und plädiere für eine Umfahrung über einen kleineren Grenzübergang, der erst noch gefunden werden musste. Die erste Straße, die laut Navi über die Grenze führte, endete auf einer Offroad-Strecke. An sich für den Jeep kein Problem, aber leider war die Strecke mit Büschen zugewuchert. Nach dem erfolglosen Versuch zwei ältere kroatische Herren nach dem Weg zu fragen, entschließen wir uns einfach weiter nach Osten an der Grenze entlang zu fahren bis sich eine Gelegenheit zum Übertritt nach Slowenien bietet.

Irgendwann konnten wir dann auch nach Norden abbiegen und über einen kleinen Grenzposten (ein Polizist auf einem Gartenstuhl) nach Slowenien einreisen und unsere Reise fortsetzen. Da der Tag aber mittlerweile etwas fortgeschrittener ist, kommt so langsam ein gewisses Hungergefühl auf und wir steuern das erste „Restaurant“ an, dass sich an einer der kleinen Straßen, die wir auf dem Weg zur Autobahn befahren zeigt.

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Uriges Lokal… eine Speisekarte gibt es nicht und wir können einem älteren Herr, der den Laden anscheinend im Alleingang schmeißt, mit Händen, Füßen und ein paar Brocken Italienisch vermitteln, dass wir gern etwas essen würden und eher großen Hunger haben. Nach einiger Zeit steht eine riesige Eisenpfanne mit vier Schweineschnitzeln und drei Spiegeleiern zusammen zwei riesigen Salattellern mit einem ganzen Laib Brot auf dem Tisch. – Und es ist super lecker! Zu guter Letzt kam dann, nach dem wir schon lange mehr als satt waren, die Spezialität des Hauses auf den Tisch. Nudeln mit Kräutern und Knoblauch.

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Frisch gestärkt geht es wieder auf die Autobahn in Richtung Österreich. Über den Loiblpass geht es nach Fischertratten. Das ist ein kleines Dorf in der Nähe von Gmünd. Dort habe ich auch schon früher mit meinen Eltern häufig Rast gemacht. Der kleine Campingplatz ist fast unverändert und sehr spartanisch ausgestattet… wir können in wunderschöner Umgebung, wenn auch bei recht starkem Sturm, den Abend genießen. – Das erste mal IN unserem Vorzelt.

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Am nächsten Morgen wollten wir, da das Wetter irgendwie nach Regen aussah auf ein selbst organisiertes Frühstück verzichten und haben alles schnell zusammen gepackt um uns ein Cafe in Gmünd zu suchen.

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Bei der Gelegenheit haben wir dann auch direkt den sehr schönen Ort ausgiebig besichtigt. – Gmünd nennt sich selbst „Künstlerstadt“ und der Name ist Programm. Es gibt sehr viele Gallerien und Ateliers. Wirklich, wirklich sehr sehenswert! Als wir uns wieder auf den Weg machen, ist es auch schon Mittag und wir haben ja noch über 400 km vor uns.

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Nach so einigen Staus und einer Menge zähfließendem Verkehr kommen wir dann auch an unserem nostalgisch motivierten Tagesziel – Pottenstein in der fränkischen Schweiz – an. Nostalgisch? Ja… In Pottenstein haben wir vor ca. 5 Jahren die erste Nacht überhaupt in unserem Dachzelt geschlafen. Der Campingplatz ist ebenfalls kaum verändert, lediglich der Zeltplatz quillt über von Gästen. Es ist wie gewohnt schattig und nass in dem kleinen Tal… Wir wickeln uns also in warme Kleidung, packen Wein, Oliven und Käse aus und lassen den letzten Urlaubsabend gemütlich ausklingen.

Kroatien 2013 – Tag 4+5: Urlaubsroutine

Am vierten Tag unserer Reise machte sich so langsam Urlaubsroutine und ein erhöhtes Maß an Entspannung breit… In der Regel sind wir im Urlaub ja eher aktiv und schauen uns Gegend und Landschaft an. Dieses mal nicht, aber so ein richtiger Strandurlaub war nach dem Stress der vergangenen Monate genau was wir gebraucht haben: Morgens von der Sonne im zu drei Seiten geöffneten Dachzelt geweckt werden und erstmal den Ausblick aufs Meer genießen.

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Dann wird ausgedehnt gefrühstückt und der Tag teilt sich zwischen Aufenthalten im Meer und auf dem Liegestuhl auf, bis wir abends irgendwann Lust (bzw. Hunger) bekommen und uns auf die Suche nach einem netten kleinen Restaurant – kroatisch: Konoba – zu machen. Die Speisekarte ist in den meisten Restaurants mehr oder weniger deckungsgleich, was eigentlich ein bisschen schade ist. Den Sonnenuntergang auf einer Terrasse am Meer zu genießen, während man das Abendessen einnimmt ist hingegen immer wieder ein schönes Erlebnis.

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Nach dem Abendessen haben wir uns dann auch das erste mal in das Nachtleben gestürzt und uns die direkt außerhalb des Campingplatzes beginnende und sehr farbenfrohe Hafenpromenade angeschaut. Wow… hier ist in den 15 Jahren, die ich nicht in Kroatien gewesen bin einiges passiert. – Da gab es nämlich noch gar nichts in der Richtung…

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Am Donnerstag, dem nächsten und somit fünften Tag unseres Urlaubs setzte sich die Routine dann auch ganz einfach – mit dem Ziel maximaler Entspannung – fort. Ein sehr ausgedehnter Spaziergang im abseits der Promenade recht beschaulichen Medulin war die Unternehmung des Tages.

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Kroatien 2013 – Tag 2+3: Berge, Sonne, Meer

Am Morgen nach der stürmischen Nacht erwachen wir kurz nach 6:00h und beschließen schnellstmöglich die Flucht zu ergreifen… je früher man auf der Autobahn ist, desto besser kommt man durch. – So unser Plan. Ca. 20 Minuten später haben wir uns frisch gemacht, alles eingepackt und sind abreisebereit. Ob der nächtlichen Ruhestörung entrichten die Übernachtungsgebühr von 10€ eher widerwillig und machen uns auf den Weg.

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Die Autobahn, auch der berüchtigte Abschnitt A8 zwischen München und Österreichischer Grenze, ist erfreulich und unerwartet leer. Wir kommen also gut voran. Der Plan ist den Karawankentunnel über den Wurzenpass zu umfahren… zwecks Sightseeing. Um die Mittagszeit biegen wir in Villach Richtung Italien ab und verlassen nach ein paar Kilometern die Autobahn und die Straßen werden immer schmaler und immer steiler. 18% Steigung attestiert uns eines der ersten Schilder an der Passstraße. Die Fahrt über den Pass gestaltet sich weniger aufregend als erwartet. Ja es ist steil und es geht hoch hinaus, aber da das Gelände neben der Straße des Wurzenpasses stark bewaldet ist, gibt es leider nicht viel zu sehen. – Außer Bäumen…

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Das eigentliche Highlight der Fahrt über diesen Pass ist die Weiterfahrt auf Slowenischer Seite. Die Straße zurück zur Autobahn führt durch das Tal des Flusses Sava Dolinka, eine landschaftlich wunderschöne Gegend. Schnell wird uns klar, dass Slowenien auch mal einen Urlaub wert ist.

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Die Sonne steht hoch am Himmel und die Autobahnstrecke durch Slowenien gestaltet sich sehr unspektakulär… wir schmilzen so langsam dahin, freuen uns kurz vor der Grenze zu Kroatien, dass es nicht mehr weit ist und fahren dann in einen durch die Grenze (oder eher eine Ampel davor) verursachten Stau. Zeitverlust: ca. 1,5h bei gefühlten 50°C im nicht klimatisierten Jeep. Nach dem wir die Grenze hinter uns gelassen haben, wollen wir einfach nur noch ankommen… die 4 Liter Hubraum dürfen sich ein bisschen mehr anstrengen und mit 110 bis 120 km/h „rasen“ wir Medulin entgegen. Um am Campingplatz angekommen in die nächste Schlange an der Rezeption zu gerade. Noch mal eine gefühlte Stunde warten. Als wir schlussendlich den Jeep auf unserer vielleicht 20 bis 30 Meter vom Wasser entfernten Parzelle parken, klappen wir nur noch kurz das Dachzelt auf um eine Umkleidekabine zu haben, schlüpfen in die Badeklamotten und springen ins Meer.

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Ja, so muss das sein… so langsam fällt die Anstrengung der Fahrt von uns ab und der Urlaub kann beginnen. Nach dem Baden packen wir noch unser Sonnensegel, Tisch und Stühle aus und begeben uns erstmal in eine auf dem Campingplatz befindliche Konoba (kroatisches Restaurant). Im weiteren Verlauf das Tages passierte außer Baden und Ausruhen nicht viel mehr.

Toll… am Meer im Dachzelt aufzuwachen sorgt doch gleich für beste Urlaubsstimmung. Nur die Mückenstiche verhageln Judith noch ein bisschen die gute Laune, so dass ich mich nach dem Frühstück auf die Suche nach einer Apotheke mache um ein Gegenmittel zu besorgen. Auf dem Weg kommen bei mir an jeder Ecke Erinnerungen hoch. Bin ich doch als Kind mit meinen Eltern sehr oft in Medulin gewesen. Zu Judiths Freude erreiche ich mit einer extra starken Salbe gegen Killermückenstiche um die Mittagszeit wieder unser Camp und wir können uns urlaubsmäßigeren Tätigkeiten wie Baden, Schnorcheln und Lesen zuwenden.

Kroatien 2013 – Tag 1: Von Leichlingen zum Chiemsee

Genau zwei Wochen sind mit dem heutigen Tag seit unserer Rückkehr von unserem Kroatien-Trip vergangen… Höchste Zeit endlich den Bericht hierzu anzugehen. Abhalten konnte mich bisher hauptsächlich Bau- und Gartenarbeit. Zwei freie Wochen daheim gehen, wenn man genug zu tun hat, dahin wie im Flug. Aber genug um den heißen Brei geredet, kommen wir zum Reisebericht. In den nächsten Tagen werde ich, aufgeteilt auf mehrere Beiträge, über unsere Erlebnisse berichten. Fangen wir mal vorne an:

1. Tag: Von Leichlingen zum Chiemsee

Knapp über 1100 km meldete Google Maps als Distanz von unserem Heimatort zum Ziel in Kroatien, dem kleinen Touristenort Medulin, zurück. Da wir mit dem Jeep mit ca. 100 km/h unterwegs sind, haben wir uns, um den Urlaub entspannt zu halten, dazu entschlossen die Strecke auf zwei Tage aufzuteilen. Der Plan: Zwischenstopp am Chiemsee. Im Internet habe ich nach passenden Wohnmobilstellplätzen gesucht und mit dem Strandbad Schraml am Chiemsee den passenden Ort für unsere Übernachtung gefunden.

Um ca. 9:30h morgens ging es für uns los und nach einer stau-reichen Fahrt diagonal durch die Republik kommen wir um ca. 18:00h am schönen Chiemsee in Bayern an. – Total erschlagen. Die Hitze und der dichte Verkehr haben uns ziemlich zermürbt. Am Kiosk eine Apfelschorle kaufen, ab zum Wasser kurz runterkommen bevor wir uns etwas zu Essen organisieren. Für mich dürfen bei keinem Aufenthalt in Bayern die Weißwürste mit Brezn fehlen, Judith wiegt sich mit dem Wiener Schnitzel in Sicherheit. Nachdem sich die Fahrzeugdichte auf dem Parkplatz, der nachts der Womo-Stellplatz ist, gelichtet und wir nach einem kleinen Schwätzchen mit einem Talentscout die Parkplätze seines Audi TTRS und unseres Jeep Wrangler getauscht hatten, war ich endlich in der Verfassung die Kamera auszupacken.

chiemsee schraml womo wohnmobil stellplatz reiseblog campingWie man sieht… die Blaue Stunde war schon gekommen und es wurde, zumindest was das „Badepublikum“ anging, ruhiger im Strandbad und wir schlugen unser Nachtlager auf…

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„Nachtlager aufschlagen“ bedeutet bei uns Dachzelt aufklappen, Fenster auf zum Lüften, die Schlafsäcke richten und das Vorzelt am Heck des Fahrzeugs mit Zeltnägeln am Boden befestigen. Letzteres musste wegen des Parkplatzcharakters des Stellplatzes hier am Chiemsee aber ausfallen. Dann werden in der Regel die Campingstühle ausgepackt und der Urlaub genossen. Dieses Mal sollte es aber direkt an den See auf eine Bank gehen um dort an unserem Urlaubstagebuch zu schreiben. – Kaum haben wir uns gesetzt, da werden wir auch schon von einem Schwarm Mücken attackiert. Uns bleibt nichts anderes übrig als die Flucht auf die Wiese zu ergreifen. – Also doch Campingstühle auspacken. Den Plan haben wir aber ohne die Killermücken gemacht. Heimtückisch wiegen sie uns in Sicherheit und kaum, dass wir die Stühle aufgestellt haben, fallen sie über uns her. Der letzte Ausweg: Ab in das Dachzelt mit seinen Sicherheit verheißenden Moskitonetzen in den Fenstern und allen sonstigen Öffnungen. Drei der Angreifer schaffen es zwar mit hinein, können aber die Anzahl der Stiche nur noch unwesentlich erhöhen.

Endlich können wir an unserem Tagebuch schreiben. – Da wird es auch schon recht laut draußen… eine Festgesellschaft feiert im Strandbad. Nicht mehr als 20 Meter von unserem Jeep entfernt mit Outdoor-Lautsprechern, DJ, Mainstreammusik, Schlagern und blitzartigen Lichteffekten. Die Lichteffekte stellten sich dann aber im späteren Verlauf als voll und ganz natürliches Wetterleuchten heraus… ein Sturm zieht auf und wir entschließen uns das Spektakel am Wasser zu bewundern und dokumentieren.

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Es wird ziemlich windig und die ersten Regentropfen fallen. Ein Umstand der die draußen feiernde Gesellschaft in das Gebäude trieb und zu unserem Glück den vorherrschenden Lautstärkepegel deutlich senkte… nur noch leise drang die Musik nach unserer Rückkehr in das Dachzelt zu uns durch und der ersten Nacht in unserem Urlaub stand nichts mehr im Wege.