Kroatien 2013 – Tag 6+7: Wolken im Paradies

Freitag morgen, der sechste Urlaubstag… ich werde morgens wach und im Halbschlaf ziehe ich mir den Schlafsack über. – Irgendwie ist es ein bisschen frisch und ein bisschen Wind geht auch. Oh, Wolken!

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Ein paar Minuten später klettere ich aus dem Dachzelt und begutachte erstmal die Wetterlage: Sieht nicht so ansprechend aus. Leider kein Badewetter. Aber egal, erstmal Frühstück holen. Aber so recht will keine Sommerurlaubsstimmung aufkommen. Beim Frühstück beschließen wir geschwind unsere sieben Sachen zu packen und schon einen Tag verfrüht nach Österreich – unserem geplanten Zwischenstopp auf der Rückreise – aufzubrechen und von Samstag auf Sonntag noch einen ungeplanten Zwischenstopp in Bayern einzuschieben.

Um 11:00h haben wir alles im Jeep und sind reisefertig. An der Rezeption verbringen wir eine gefühlte Stunde beim Check-out und machen uns auf den Weg nach Norden. Den angedachten Zwischenstopp in Pula lassen wir mangels Parkplatz ausfallen (oh Mann, was für ein Chaos in der Stadt) und begeben uns auf die Autobahn. Der Verkehr war dichter als auf der Hinfahrt, aber immer noch weit von der deutschen Verkehrsdichte entfernt. – Dennoch geraten wir ca. 5-10 km vor der Grenze nach Slowenien in einen heftigen Stau.

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Ich persönlich habe gar keine Lust mich darauf einzulassen und plädiere für eine Umfahrung über einen kleineren Grenzübergang, der erst noch gefunden werden musste. Die erste Straße, die laut Navi über die Grenze führte, endete auf einer Offroad-Strecke. An sich für den Jeep kein Problem, aber leider war die Strecke mit Büschen zugewuchert. Nach dem erfolglosen Versuch zwei ältere kroatische Herren nach dem Weg zu fragen, entschließen wir uns einfach weiter nach Osten an der Grenze entlang zu fahren bis sich eine Gelegenheit zum Übertritt nach Slowenien bietet.

Irgendwann konnten wir dann auch nach Norden abbiegen und über einen kleinen Grenzposten (ein Polizist auf einem Gartenstuhl) nach Slowenien einreisen und unsere Reise fortsetzen. Da der Tag aber mittlerweile etwas fortgeschrittener ist, kommt so langsam ein gewisses Hungergefühl auf und wir steuern das erste „Restaurant“ an, dass sich an einer der kleinen Straßen, die wir auf dem Weg zur Autobahn befahren zeigt.

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Uriges Lokal… eine Speisekarte gibt es nicht und wir können einem älteren Herr, der den Laden anscheinend im Alleingang schmeißt, mit Händen, Füßen und ein paar Brocken Italienisch vermitteln, dass wir gern etwas essen würden und eher großen Hunger haben. Nach einiger Zeit steht eine riesige Eisenpfanne mit vier Schweineschnitzeln und drei Spiegeleiern zusammen zwei riesigen Salattellern mit einem ganzen Laib Brot auf dem Tisch. – Und es ist super lecker! Zu guter Letzt kam dann, nach dem wir schon lange mehr als satt waren, die Spezialität des Hauses auf den Tisch. Nudeln mit Kräutern und Knoblauch.

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Frisch gestärkt geht es wieder auf die Autobahn in Richtung Österreich. Über den Loiblpass geht es nach Fischertratten. Das ist ein kleines Dorf in der Nähe von Gmünd. Dort habe ich auch schon früher mit meinen Eltern häufig Rast gemacht. Der kleine Campingplatz ist fast unverändert und sehr spartanisch ausgestattet… wir können in wunderschöner Umgebung, wenn auch bei recht starkem Sturm, den Abend genießen. – Das erste mal IN unserem Vorzelt.

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Am nächsten Morgen wollten wir, da das Wetter irgendwie nach Regen aussah auf ein selbst organisiertes Frühstück verzichten und haben alles schnell zusammen gepackt um uns ein Cafe in Gmünd zu suchen.

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Bei der Gelegenheit haben wir dann auch direkt den sehr schönen Ort ausgiebig besichtigt. – Gmünd nennt sich selbst „Künstlerstadt“ und der Name ist Programm. Es gibt sehr viele Gallerien und Ateliers. Wirklich, wirklich sehr sehenswert! Als wir uns wieder auf den Weg machen, ist es auch schon Mittag und wir haben ja noch über 400 km vor uns.

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Nach so einigen Staus und einer Menge zähfließendem Verkehr kommen wir dann auch an unserem nostalgisch motivierten Tagesziel – Pottenstein in der fränkischen Schweiz – an. Nostalgisch? Ja… In Pottenstein haben wir vor ca. 5 Jahren die erste Nacht überhaupt in unserem Dachzelt geschlafen. Der Campingplatz ist ebenfalls kaum verändert, lediglich der Zeltplatz quillt über von Gästen. Es ist wie gewohnt schattig und nass in dem kleinen Tal… Wir wickeln uns also in warme Kleidung, packen Wein, Oliven und Käse aus und lassen den letzten Urlaubsabend gemütlich ausklingen.

Kroatien 2013 – Tag 4+5: Urlaubsroutine

Am vierten Tag unserer Reise machte sich so langsam Urlaubsroutine und ein erhöhtes Maß an Entspannung breit… In der Regel sind wir im Urlaub ja eher aktiv und schauen uns Gegend und Landschaft an. Dieses mal nicht, aber so ein richtiger Strandurlaub war nach dem Stress der vergangenen Monate genau was wir gebraucht haben: Morgens von der Sonne im zu drei Seiten geöffneten Dachzelt geweckt werden und erstmal den Ausblick aufs Meer genießen.

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Dann wird ausgedehnt gefrühstückt und der Tag teilt sich zwischen Aufenthalten im Meer und auf dem Liegestuhl auf, bis wir abends irgendwann Lust (bzw. Hunger) bekommen und uns auf die Suche nach einem netten kleinen Restaurant – kroatisch: Konoba – zu machen. Die Speisekarte ist in den meisten Restaurants mehr oder weniger deckungsgleich, was eigentlich ein bisschen schade ist. Den Sonnenuntergang auf einer Terrasse am Meer zu genießen, während man das Abendessen einnimmt ist hingegen immer wieder ein schönes Erlebnis.

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Nach dem Abendessen haben wir uns dann auch das erste mal in das Nachtleben gestürzt und uns die direkt außerhalb des Campingplatzes beginnende und sehr farbenfrohe Hafenpromenade angeschaut. Wow… hier ist in den 15 Jahren, die ich nicht in Kroatien gewesen bin einiges passiert. – Da gab es nämlich noch gar nichts in der Richtung…

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Am Donnerstag, dem nächsten und somit fünften Tag unseres Urlaubs setzte sich die Routine dann auch ganz einfach – mit dem Ziel maximaler Entspannung – fort. Ein sehr ausgedehnter Spaziergang im abseits der Promenade recht beschaulichen Medulin war die Unternehmung des Tages.

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Kroatien 2013 – Tag 2+3: Berge, Sonne, Meer

Am Morgen nach der stürmischen Nacht erwachen wir kurz nach 6:00h und beschließen schnellstmöglich die Flucht zu ergreifen… je früher man auf der Autobahn ist, desto besser kommt man durch. – So unser Plan. Ca. 20 Minuten später haben wir uns frisch gemacht, alles eingepackt und sind abreisebereit. Ob der nächtlichen Ruhestörung entrichten die Übernachtungsgebühr von 10€ eher widerwillig und machen uns auf den Weg.

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Die Autobahn, auch der berüchtigte Abschnitt A8 zwischen München und Österreichischer Grenze, ist erfreulich und unerwartet leer. Wir kommen also gut voran. Der Plan ist den Karawankentunnel über den Wurzenpass zu umfahren… zwecks Sightseeing. Um die Mittagszeit biegen wir in Villach Richtung Italien ab und verlassen nach ein paar Kilometern die Autobahn und die Straßen werden immer schmaler und immer steiler. 18% Steigung attestiert uns eines der ersten Schilder an der Passstraße. Die Fahrt über den Pass gestaltet sich weniger aufregend als erwartet. Ja es ist steil und es geht hoch hinaus, aber da das Gelände neben der Straße des Wurzenpasses stark bewaldet ist, gibt es leider nicht viel zu sehen. – Außer Bäumen…

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Das eigentliche Highlight der Fahrt über diesen Pass ist die Weiterfahrt auf Slowenischer Seite. Die Straße zurück zur Autobahn führt durch das Tal des Flusses Sava Dolinka, eine landschaftlich wunderschöne Gegend. Schnell wird uns klar, dass Slowenien auch mal einen Urlaub wert ist.

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Die Sonne steht hoch am Himmel und die Autobahnstrecke durch Slowenien gestaltet sich sehr unspektakulär… wir schmilzen so langsam dahin, freuen uns kurz vor der Grenze zu Kroatien, dass es nicht mehr weit ist und fahren dann in einen durch die Grenze (oder eher eine Ampel davor) verursachten Stau. Zeitverlust: ca. 1,5h bei gefühlten 50°C im nicht klimatisierten Jeep. Nach dem wir die Grenze hinter uns gelassen haben, wollen wir einfach nur noch ankommen… die 4 Liter Hubraum dürfen sich ein bisschen mehr anstrengen und mit 110 bis 120 km/h „rasen“ wir Medulin entgegen. Um am Campingplatz angekommen in die nächste Schlange an der Rezeption zu gerade. Noch mal eine gefühlte Stunde warten. Als wir schlussendlich den Jeep auf unserer vielleicht 20 bis 30 Meter vom Wasser entfernten Parzelle parken, klappen wir nur noch kurz das Dachzelt auf um eine Umkleidekabine zu haben, schlüpfen in die Badeklamotten und springen ins Meer.

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Ja, so muss das sein… so langsam fällt die Anstrengung der Fahrt von uns ab und der Urlaub kann beginnen. Nach dem Baden packen wir noch unser Sonnensegel, Tisch und Stühle aus und begeben uns erstmal in eine auf dem Campingplatz befindliche Konoba (kroatisches Restaurant). Im weiteren Verlauf das Tages passierte außer Baden und Ausruhen nicht viel mehr.

Toll… am Meer im Dachzelt aufzuwachen sorgt doch gleich für beste Urlaubsstimmung. Nur die Mückenstiche verhageln Judith noch ein bisschen die gute Laune, so dass ich mich nach dem Frühstück auf die Suche nach einer Apotheke mache um ein Gegenmittel zu besorgen. Auf dem Weg kommen bei mir an jeder Ecke Erinnerungen hoch. Bin ich doch als Kind mit meinen Eltern sehr oft in Medulin gewesen. Zu Judiths Freude erreiche ich mit einer extra starken Salbe gegen Killermückenstiche um die Mittagszeit wieder unser Camp und wir können uns urlaubsmäßigeren Tätigkeiten wie Baden, Schnorcheln und Lesen zuwenden.