Kurztrip in die Pyrenäen

Anfang des Monats hat es uns für eine Woche nach Südfrankreich verschlagen. Glücklicherweise hat Judith Verwandschaft dort, so dass wir uns um die Unterkunft schon mal keine Gedanken machen mussten. Ok, Campen waren wir dieses mal also schon mal nicht. – Dafür aber mit dem Renegade unterwegs. Eine Probe sowohl für das Auto als auch dafür wie unser Nachwuchs so eine lange Autofahrt verkraftet.

Anreise

Judith’s Verwandschaft lebt in Les Baillessats. Das wirklich kleine, fast komplett aus deutschen Auswanderern bestehende Dorf liegt ca. eine Autostunde von Perpignan entfernt und quasi direkt an einem Ende der Gorges de Galamus. Die Gorges de Galamus ist bekannt durch die Eremitage von Saint-Antoine, die ein wichtiger Schauplatz in Roman Polańskis „Die neun Pforten“ war.

Lange rede, kurzer Sinn: Die Anfahrtdauer beträgt von Leichlingen aus ca. 12 bis 14 Stunden, je nach Pausenfrequenz und -dauer. Für unseren kleinen Mann steht also eine Belastungsprobe an. Aus diesem Grund entscheiden wir uns auch für eine Fahrt über nacht. Am 10.05. um ca. 18:30h steht unser Renegade also fertig gepackt da…

jeep renegade dachträger

…und wir machen uns auf den Weg. In der Umgebung von Köln ist natürlich erstmal wieder zähfließender Verkehr auf dem Programm. Danach verläuft die Fahrt aber mehr als reibungslos. Ab Luxemburg und allerspätestens auf den mautpflichtigen Strecken in Frankreich ist die Straße in den späten Abend- und Nachstunden wie leergefegt. Mit aktivierter Cruise Control gleiten wir gen Südosten. Der kleine Mann schläft und meldet sich nicht häufiger als er es zuhause auch tun würde.

wolken südfrankreich wetter mai

Als in Südfrankreich langsam die Sonne aufgeht, fällt uns natürlich zuerst auf, dass die Sonne gar nicht da bzw. hinter Wolken versteckt ist. In der Hoffnung auf mehr Sonne im späteren Tagesverlauf kommen wir aber um kurz nach 9:00h in Les Baillesats an…

Les Baillessats

…und da gibt es nachdem wir uns für die Versorgung unseres Kleinen eingerichtet haben erstmal einen Kaffee bei Judiths Onkel (Ferien in Südfrankreich). Der andere Teil der Verwandschaft ist Judiths Tante (Natururlaub in Südfrankreich). Der erste Tag in Les Baillessats empfängt uns noch mit sehr wechselhaftem Wetter und solchen Perspektiven:

Am nächsten Tag klart das Wetter aber auf und Les Baillessats zeigt sich von seiner schönsten Seite. Bisher kenne ich kaum einen Ort, der mich besser erdet.

Die Natur, die Ruhe die dieser Ort ausstrahlt und auch die guten französischen „Grundnahrungsmittel“ tragen ihren Teil dazu bei.

Carcassonne

Der erste richtige Ausflug geht nach Carcassonne. Die mittelalterliche Festungsstadt ist mehr als nur gut erhalten und (auch wenn äußerst touristisch überlaufen) auf jeden Fall einen Besuch wert. – Nicht umsonst ist das berühmte Brettspiel Carcassonne nach der Stadt benannt.

carcassonne mai

Nach einem ausgiebigen Stadt- und kleinen Shopping-Bummel machen wir es uns auf einem lebendigen Platz in einem Restaurant gemütlich und lassen es uns bei einer Brotzeitplatte gut gehen. Der kleine Mann bestaunt derweil die Gäste an den Nebentischen und mümmelt ein paar Stücke Baguette.

Auch wenn Carcassonne nur ca. 70 km von Les Baillessats entfernt ist. – Der Rückweg kommt uns ewig vor. – Vor allem da wirGrund einer Straßensperrung für die Strecke fast zwei Stunden brauchen. Am nächsten Tag machen wir also erstmal…

Pause

Und das geht in Südfrankreich wirklich gut.

Nach dem ruhigen Samstag steht für uns am Sonntag mal wieder etwas Trubeliges an…

Markttag in Esperaza

An den Markt in Esperaza erinnere ich mich noch vom letzten Trip nach Südfrankreich und da der Sonntag für uns gut für einen Marktbesuch passt, machen wir uns zum Einkaufen auf den Weg. Esperaza ist ca. 30 Autominuten von Les Baillessats entfernt und wird liegt direkt am Fluss Aude.

Auf dem Markt decken wir uns mit marokkanischem Fladenbrot, verschiedenen Sorten Käse, Oliven und getrockneten Früchten für ein Picknick ein. Wir beschließen einfach auf dem Rückweg „irgendwo“ anzuhalten und die Picknickdecke auszubreiten.

„Irgendwo“ ist in diesem Fall eine Geierbeobachtungsstation (was für ein Wort) in der Nähe von Bugarach mit einem wirklich tollen Blick auf den Pic de Bugarach. Der Pic de Bugarach ist übrigens ein weltbekannter UFO-Landeplatz und hätte 2012 eigentlich der einzige Ort auf der Welt sein sollen, an dem man die Apokalypse überlebt. Wir lassen es uns im Schatten eines Baumes gut gehen, können uns dabei in der Tat vorstellen, dass man hier gut leben könnte und verbringen einen wirklich tollen Nachmittag mit unserem kleinen Mann. – So muss Elternzeit aussehen.

Gorges de Galamus

Am Montag beschließen wir mal wieder nicht zu weit auszufliegen und besichtigen die Eremitage de Saint-Antoine in der Gorges de Galamus. Die Gorge ist wirklich ein beeindruckender Ort.

Von einem kleinen Parkplatz aus wandern wir zur Eremitage. Dabei wird unser Kleiner die Hauptattraktion für eine Reisegruppe von japanischen Nonnen. :-D Von der Eremitage aus entscheiden wir uns für einen kleinen Rundkurs. Über den „Touristenparkplatz“ geht es nach einem Crepe wieder zurück zum Auto. Insgesamt eine kurze aber sehr schöne/eindrucksvolle Unternehmung.

Le Barcares

…und dann kommen wir auch schon zur letzten Unternehmung des Urlaubs. Am Tag vor der Abreise machen wir uns mit gepackter Strandausrüstung. Auf nach Le Barcares in der Nähe von Perpignan. – Quasi der kürzeste Weg von Les Baillessats ans Meer. Bei tollstem Sonnenschein verbringen wir ein paar schöne Stunden mit unserem kleinen Mann am Meer. Das erste mal inklusive „ins Wasser“. – Wenn auch nur kurz, weil doch noch etwas kalt.

Rückfahrt

Am nächsten Tag machen wir uns auch schon wieder auf den Weg nach Hause. Wir fahren etwas früher (ca. 15:30h) los, so dass wir nochmal eine etwas längere Pause von ca. einer Stunde auf einem der tollen Französischen Rastplätze einlegen, damit unser Kleiner noch etwas Bewegung bekommt.

Gegen 7:00h morgens trudeln wir dann auch wieder zuhause ein und freuen uns schon auf den nächsten Trip: Eifel zusammen mit den üblichen Verdächtigen. :-)

Mobilheim-Camping in den Ardennen

Der Französische Mobilheim-Vermieter HOMAIR hat mich dazu eingeladen einen der 125 HOMAIR-Mobilheimparks auszuprobieren und darüber zu berichten. Bis zu drei Begleitpersonen durfte ich mitbringen um die angebotenen Mobilheime zu testen. – Bezüglich der Begleitpersonen fiel die Wahl auf meine Liebste und zwei gute Freunde. Da wir uns mit dem Gedanken an einen Outdoor- und Aktivurlaub sehr gut anfreunden konnten, haben wir uns – auch wenn deutlich größere und mit mehr Sternen ausgestattete Parks zur Auswahl gestanden hätten – für den Ferienpark Lac des Vieilles Forges in der Nähe von Les Mazures in den Französischen Ardennen entschieden. Die Umgebung erschien für einen Aktivurlaub nämlich am vielversprechendsten… Wandern, ein wenig Trail Running, Besichtigungen und natürlich nach aktiven Tagen im Freien gemeinsam zu Kochen, zu Essen und den Abend ausklingen zu lassen sah unsere Trip-Planung vor. Am letzten Dienstag haben wir uns also auf den Weg in die Ardennen gemacht. Mobilheim-Camping in den Ardennen weiterlesen

Hotelreview: Relais de Montigny bei Rouen

hotel rouen review relais de montigny yvetot dienstreise geschäftsreise wlan restaurantWenn es um Hotels in Frankreich geht, gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass es nur zwei Kategorien gibt. Macht euch nichts aus Sternen oder sonstigen mutmaßlich fein abgestuften Bewertungskriterien. Die zwei Wahlmöglichkeiten sind „grandios“ oder „absolute Katastrophe“.

Die Katastrophen-Kategorie durfte ich schon einmal in der Peripherie von Paris erleben. Im „Garten der Lüste“ gab es neben Schimmel, herausgebrochenen Türzargen, einer Überflutung im Badezimmer auch eine von der Wand abgerissene, am Kabel herunterhängende DECT-Telefonzentrale in meinem Zimmer. – Nichts desto Trotz… das Restaurant war super und ebenso die Croissants beim Frühstück. Prioritäten sind anscheinend nicht allerorts gleich gesetzt.

hotelreview erfahrungen frühstück relais de montignyBei meiner letzten Dienstreise in der vergangenen Woche konnte ich allerdings auch mal wieder ein einem Hotel der „Grandios“-Kategorie übernachten. Das Relais de Montigny in einem kleinen und ruhigen Vorort von Rouen in der Haute-Normandie hat bei sehr günstigen Übernachtungspreisen wirklich schöne und anscheinend sehr frisch renovierte Zimmer im Angebot. Das Restaurant erwies sich als absoluter Volltreffer: Selbst das mit 19€ günstigste der angebotenen Menus war wirklich perfekt. Gruß aus der Küche, Enten-Terrine, Kabeljau und Crème Brûlée in tadelloser Qualität und bei freundlicher Bedienung.  – Ich kann das Relais de Montigny also voll und ganz empfehlen.

Die Dienstreise in die – irgendwie ein bisschen verschlafen wirkende – Normandie hat mir auf jeden Fall noch größere Lust auf unseren Traum von einem UK-Roadtrip gemacht. Die Ausstrahlung und Architektur der nordfranzösischen Dörfer ist der Atmosphäre in Südengland nämlich mehr als ähnlich.