Tallinn – Tag 4: Rückflug

Der letzte Tag unseres Kurztrips nach Tallinn begann nach dem Frühstück und den letzten Einkäufen auf dem Weihnachtsmarkt mit dem Ausbügeln eines Fauxpas…

tallinn sightseeing altstadt turm hotel tippNämlich einer – wenn auch nur von außen vorgenommenen – Besichtigung des Kanonenturms „Kiek in de kök“.

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Der damit verbundene Spaziergang durch die Altstadt und eine Verabschiedung von den Rentieren war auch schon fast das letzte was wir in Tallinn unternommen haben.

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Bevor wir aber den Rückweg ins Hotel angetreten haben, waren wir noch einmal in der Kehrwieder Chocolaterie. Wie man auf dem Foto oben sieht, dieses mal aber mit einer eher ungewöhnlichen Perspektive. – Dieses mal bekamen wir nämlich den Platz im mit Schaffell und Kissen ausgelegten Schaufenster, auf dem man sich an einem 30 cm hohen Tisch auf dem Boden breit machen kann.

tallinn cafe weihnachtsmarkt hotelDort haben wir die Zeit in Tallinn bei heißer Schokolade und Tee noch einmal Revue passieren lassen und die letzte halbe Stunde bis zum unvermeidlichen Kofferpacken und Auschecken überbrückt.

Für den Rückweg zum Flughafen haben wir uns aus Gründen des Komforts gegen den Bus und für ein direkt im Hotel georderten Taxi entschieden. Gar nicht so teuer… der Bus hätte 3,20 € für zwei Personen gekostet. Das Taxi lag bei 10,00 €. Die Fahrt von der Altstadt zum Flughafen Tallinn hat keine 20 Minuten gedauert. Einen Tipp habe ich jedoch von der Tourist-Information Tallinn mitgenommen: Immer den Fix- oder Maximalpreis vor Fahrtantritt mit dem Fahrer verhandeln bzw. bestätigen lassen. Taxi rip offs (also die Berechnung eines vollkommen überhöhten Beförderungsentgelts) sind in Tallinn wohl keine Seltenheit.

Die Gepäckabgabe am Flughafen von Tallinn lief unkompliziert, ebenso der Security Check. Lediglich der Flieger hat uns ein wenig warten lassen, die Startverspätung von ca. 20 Minuten wurde aber während des Fluges weitestgehend wieder ausgeglichen. Noch ein Tipp: Die Gastronomie außerhalb des Gate-Bereichs ist wesentlich besser als hinter dem Sicherheitscheck. Wenn man also am Flughafen noch etwas Essen möchte: Besser vor dem Security Check.

Nach dem zweistündigen Flug brauchen wir noch ca. 1,5 Stunden von Weeze nach Hause. – Und so enden vier sehr schöne Tage in Tallinn. Nachmachen wird dringend angeraten! Tallin ist wirklich eine wunderschöne Stadt, die ich für einen winterlichen Kurztrip absolut empfehlen kann.

scratch map weltkarte zum freirubbelnUnd bei unserem Projekt die Welt auf einer Scratch Map freizulegen sind wir auch wieder ein Stück weiter gekommen.

So kurz vor Weihnachten kann ich eine Weltkarte zum freirubbeln auch bekannt als Scratch Map jedem nur herzlich als Last-Minute-Geschenk für Reiselustige ans Herz legen. Unsere fand bisher jeder Gast toll…

Tallinn – Tag 1: Wow!

Am letzten Freitag war es endlich so weit… über Düsseldorf-Weeze habe ich mich zusammen mit meiner Liebsten auf den Weg nach Tallinn, der Hauptstadt von Estland, gemacht.

Wohin?

Ja, das könnte man sich fragen. Habe ich auch öfters von Freunden und Bekannten gehört. Ebenso wie: „Warum?“. Nun, ich habe den Tipp von einem Arbeitskollegen bekommen: Dem Weihnachtsmarkt sagt man nämlich nach einer der oder der schönste in der EU zu sein.

Anreise und Hotel

Wie gesagt, angereist sind wir mit Ryanair über Düsseldorf-Weeze. Ich war in diesem Fall das erste Mal in Weeze (süßer kleiner Airport. Warum sich da aber ein Düsseldorf im Namen ist, bleibt mir ob der Entfernung ein Rätsel) und bin auch das erste Mal mit Ryanair geflogen. Letzteres hat sich als weniger bis garnicht so schlimm erwiesen wie häufig zu hören. Ich denke, wenn man sich von Anfang an über die Vertragsbedingungen klar ist (sprich: Bordkarte selber ausdrucken und Gepäckrichtlinien) gibt es wenig Konfliktpotenzial.

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Das Erste was ich von Tallinn zu sehen bekommen habe war der Airport. – Logisch. Was mich aber echt umgehauen hat ist, wie liebevoll durchgestylt dieser ist. Architektur, Materialien, Inneneinrichtung und Design: Großartig. Alles wirkt irgendwie ein bisschen skandinavisch. Die Corten-Stahl-Verkleidung der Fassade entlockte mir direkt beim Aussteigen aus dem Flieger ein „Oh! Hübsch hier.“ und auch später im Innenbereich ging es so weiter. Könnte ich mir größtenteils auch in einer Schöner Wohnen vorstellen. – Letzten Endes haben wir uns dann auch nicht direkt in den Bus gestürzt, sondern erst noch einen kleinen Mittagssnack im „Welcome Café“ eingenommen. (Sehr empfehlenswert! Exzellenter Cappuccino und gutes Essen.)

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Von Flughafen ging es dann für 1,60€ mit dem Bus Linie zwei vom Flughafen nach Tallinn. Von der Haltestelle A. Laikmaa waren es dann noch ca. 1000 m bis zum Hotel, dem Meriton Old Town Garden. Das Meriton ist ein Hotel, dass in einigen, teilweise bis ins 14. Jahrhundert zurück datierenden, Gebäuden die miteinander verbunden wurden untergebracht ist. Dem geschuldet kann man den Grundriss als eher kreativ bezeichnen. Die liebevoll renovierten und eingerichteten Zimmer, die zentrale Lage (max. 150 m vom Marktplatz) und der günstige Preis machen das aber mehr als wett. Im Hotel angekommen haben wir erstmal den Inhalt unseren Koffer in den Schrank umgeräumt. Spart Platz. ;-)

Weihnachtsmarkt in Tallinn

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Der nächste Stopp: Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz. Der gemütliche Weihnachtsmarkt ist – wie bisher alles in Tallinn – klein, süß, überschaubar und überaus sympatisch. Wir steuern also erstmal einen Glühwein- bzw. Glögg-Stand an und stoßen auf den Urlaub an. Zu ausgedehnt wurde unser erster Besuch auf dem Weihnachtsmarkt aber nicht: Als eine Sightseeing-Tour-Bimmelbahn am Marktplatz anhielt, entschieden wir uns ganz spontan einfach mal mitzufahren um einen Überblick über die Umgebung zu bekommen. Nach einer Tour, vorbei an diversen Kirchen, Türmen und Stadtmauern, haben wir die Altstadt noch ein bisschen zu Fuß erkundet, bis wir hungrig genug für ein Abendessen waren.

mittelalter restaurant ritteressen tallinn altstadt städtereiseDas erste Restaurant, das wir besuchen, ist das wohl in keinem Reiseführer für Tallinn fehlende Olde Hansa.

Mittelalterlich aufgemachte Restaurants gibt es in Tallinn viele. Das Olde Hansa markiert, wenn man der einschlägigen Literatur glauben schenken mag, das obere Ende der Skala. Sowohl vom Preis als auch der Qualität.

Die Aufmachung ist auf jeden Fall super und wirkt sehr stimmungsvoll und unaufdringlich. Ebenso wie die Bedienungen, die ihre Rollen sehr gut ausfüllen und eine gute Prise Humor mitbringen. Unser Running Gag des Urlaubs bleibt „Sure! Just like in the medieval times.“. – So wurde nämlich meine Frage nach der Möglichkeit der Kreditkartenzahlung beantwortet. ;-) Mein Tipp fürs Olde Hansa: Unbedingt das in Tonkrügen servierte Zimtbier probieren.

Nightlife in Tallinn

Nach dem Essen schlendern wir noch mal ein bisschen durch die Gassen der Tallinner Altstadt. Die alten Häuser und die Weihnachtsdeko und -beleuchtung bringen uns so richtig in Adventsstimmung.

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Zu Ende geht der Abend mit einem Cocktail in der ziemlich leeren Depeche Mode Baar. Die DM Baar in Tallin belegt Platz 5 der „Lonely Planet’s top 10 weird bars and restaurants“, ist also nicht nur für Depeche Mode Fans einen Besuch wert. Wir beschließen an einem der anderen Tage etwas später wieder zu kommen, wenn die Bar belebter ist.

Zurück im Hotel fallen wir – irgendwie viel zu früh – ins Bett. Das muss die frühe winterliche Dunkelheit sein…

Schon gespannt auf Tag 2? – Stay tuned.

DIY: Time Lapse Stativ für das iPhone 5

Mit der iOS-App TimeLapse von xyster.net gibt es für das iPhone mittlerweile eine sehr einfache und ordentliche Möglichkeit Time Lapse (=Zeitraffer) Aufnahmen mit dem Smartphone zu machen. Das Problem bleibt aber, ein passendes und gut transportables Stativ für das Mobiltelefon aufzutreiben. Denn ohne ein iPhone-Stativ dürfte es schwierig werden überzeugende Time Lapse Videos zu erstellen.

Bevor wir nun aber zur Lösung des Stativ-Themas kommen hier erstmal beispielhaft ein Time Lapse Video, dass ich mit der App von xyster.net erstellt habe…

Die beste reisetaugliche Stativlösung für das iPhone ist meiner Meinung nach aktuell eine DIY-Lösung auf Basis des Otterbox Defender iPhone-Case und einem Stativ von Jobi. Hier empfehlen sich die Modelle Joby GP1-B1EU Original Gorillapod oder noch besser das deutlich stabilere aber auch viel größere und schwerere Joby GorillaPod GP3-01EN SLR-Zoom. Eine Fertiglösung, die ich euch nicht vorenthalten möchte, gibt es auch: Das Joby JB01256 GRIP Tight Gorillapod. – Hier finde ich jedoch die Befestigung des kostbaren Telefons ein bisschen fragwürdig. Ausprobiert habe ich Letzteres jedoch nicht, so dass sich jeder seine eigene Meinung bilden sollte. Ich persönlich habe mich jedoch für eine solidere DIY-Lösung entschieden.

Schritt 1: Was wird benötigt?

Neben dem Gorillapod, einer Unterlegscheibe, die über das Fotogewinde passt und einer Otterbox Defender iPhone Schutzhülle mit (!) Gürtelclip werden ein Akku-Schrauber oder eine Bohrmaschine mit 5 mm Bohrer und eine Laubsäge benötigt.

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Schritt 2: Bohrung für die Wechselplatte

Die erste zu bewältigende Aufgabe ist es, eine Bohrung für die Wechselplatte zu setzen. Hier verzichten wir darauf ein Gewinde zu schneiden, da es bei passendem Bohrungsdurchmesser kein Problem ist, das Fotogewinde einfach in den Kunststoff des Gürtelclips einzudrehen.

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Schritt 3: Wechselplatte befestigen

Die Wechselplatte wird dann – zusammen mit einer Unterlegscheibe, damit die Befestigungsschraube nicht innen heraus kommt – an den Gürtelclip geschraubt.

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Schritt 4: Öffnung für Kamera aussägen

Erst dachte ich, dass ich schon fertig bin. Aber da fehlt ja noch eine Öffnung für die Kamera. Wenn man das iPhone „falsch herum“ in den Gürtelclip setzt, liegt zwar das Display frei, aber die Kamera kann durch die Schale des Clips nichts sehen. Man muss also – am besten mit einer Laubsäge – ein wenig Platz für die Kamera schaffen.

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Schritt 5: Fertig!

Nach dem man die Säge geschwungen hat, ist man dann auch schon fertig und die ersten Time Lapse Videos oder Nachtaufnahmen können gemacht werden. Viel Spaß beim Nachbauen!

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