Kroatien 2013 – Tag 1: Von Leichlingen zum Chiemsee

Genau zwei Wochen sind mit dem heutigen Tag seit unserer Rückkehr von unserem Kroatien-Trip vergangen… Höchste Zeit endlich den Bericht hierzu anzugehen. Abhalten konnte mich bisher hauptsächlich Bau- und Gartenarbeit. Zwei freie Wochen daheim gehen, wenn man genug zu tun hat, dahin wie im Flug. Aber genug um den heißen Brei geredet, kommen wir zum Reisebericht. In den nächsten Tagen werde ich, aufgeteilt auf mehrere Beiträge, über unsere Erlebnisse berichten. Fangen wir mal vorne an:

1. Tag: Von Leichlingen zum Chiemsee

Knapp über 1100 km meldete Google Maps als Distanz von unserem Heimatort zum Ziel in Kroatien, dem kleinen Touristenort Medulin, zurück. Da wir mit dem Jeep mit ca. 100 km/h unterwegs sind, haben wir uns, um den Urlaub entspannt zu halten, dazu entschlossen die Strecke auf zwei Tage aufzuteilen. Der Plan: Zwischenstopp am Chiemsee. Im Internet habe ich nach passenden Wohnmobilstellplätzen gesucht und mit dem Strandbad Schraml am Chiemsee den passenden Ort für unsere Übernachtung gefunden.

Um ca. 9:30h morgens ging es für uns los und nach einer stau-reichen Fahrt diagonal durch die Republik kommen wir um ca. 18:00h am schönen Chiemsee in Bayern an. – Total erschlagen. Die Hitze und der dichte Verkehr haben uns ziemlich zermürbt. Am Kiosk eine Apfelschorle kaufen, ab zum Wasser kurz runterkommen bevor wir uns etwas zu Essen organisieren. Für mich dürfen bei keinem Aufenthalt in Bayern die Weißwürste mit Brezn fehlen, Judith wiegt sich mit dem Wiener Schnitzel in Sicherheit. Nachdem sich die Fahrzeugdichte auf dem Parkplatz, der nachts der Womo-Stellplatz ist, gelichtet und wir nach einem kleinen Schwätzchen mit einem Talentscout die Parkplätze seines Audi TTRS und unseres Jeep Wrangler getauscht hatten, war ich endlich in der Verfassung die Kamera auszupacken.

chiemsee schraml womo wohnmobil stellplatz reiseblog campingWie man sieht… die Blaue Stunde war schon gekommen und es wurde, zumindest was das „Badepublikum“ anging, ruhiger im Strandbad und wir schlugen unser Nachtlager auf…

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„Nachtlager aufschlagen“ bedeutet bei uns Dachzelt aufklappen, Fenster auf zum Lüften, die Schlafsäcke richten und das Vorzelt am Heck des Fahrzeugs mit Zeltnägeln am Boden befestigen. Letzteres musste wegen des Parkplatzcharakters des Stellplatzes hier am Chiemsee aber ausfallen. Dann werden in der Regel die Campingstühle ausgepackt und der Urlaub genossen. Dieses Mal sollte es aber direkt an den See auf eine Bank gehen um dort an unserem Urlaubstagebuch zu schreiben. – Kaum haben wir uns gesetzt, da werden wir auch schon von einem Schwarm Mücken attackiert. Uns bleibt nichts anderes übrig als die Flucht auf die Wiese zu ergreifen. – Also doch Campingstühle auspacken. Den Plan haben wir aber ohne die Killermücken gemacht. Heimtückisch wiegen sie uns in Sicherheit und kaum, dass wir die Stühle aufgestellt haben, fallen sie über uns her. Der letzte Ausweg: Ab in das Dachzelt mit seinen Sicherheit verheißenden Moskitonetzen in den Fenstern und allen sonstigen Öffnungen. Drei der Angreifer schaffen es zwar mit hinein, können aber die Anzahl der Stiche nur noch unwesentlich erhöhen.

Endlich können wir an unserem Tagebuch schreiben. – Da wird es auch schon recht laut draußen… eine Festgesellschaft feiert im Strandbad. Nicht mehr als 20 Meter von unserem Jeep entfernt mit Outdoor-Lautsprechern, DJ, Mainstreammusik, Schlagern und blitzartigen Lichteffekten. Die Lichteffekte stellten sich dann aber im späteren Verlauf als voll und ganz natürliches Wetterleuchten heraus… ein Sturm zieht auf und wir entschließen uns das Spektakel am Wasser zu bewundern und dokumentieren.

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Es wird ziemlich windig und die ersten Regentropfen fallen. Ein Umstand der die draußen feiernde Gesellschaft in das Gebäude trieb und zu unserem Glück den vorherrschenden Lautstärkepegel deutlich senkte… nur noch leise drang die Musik nach unserer Rückkehr in das Dachzelt zu uns durch und der ersten Nacht in unserem Urlaub stand nichts mehr im Wege.